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BIOFACH 2019 Highlights

BIOFACH 2019 Highlights

Letzte Woche war ich auf der BIOFACH in Nürnberg unterwegs und habe mir einmal angesehen, was es 2019 an „intoleranten“ Foodkreationen so geben wird. Kurz zur Erklärung: Die BIOFACH ist eine Bio-Lebensmittelmesse für Fachbesucher, auf der Aussteller aus aller Welt ihre Produkte und Produktneuheiten vorstellen. Meine Highlights der Messe habe ich für euch einmal zusammengefasst.

Fluffiger Pizzateig vegan und glutenfrei

Demnächst bringt Biovegan eine vegane & glutenfreie Pizzateig Backmischung auf den Markt. Dieser basiert auf Buchweizenmehl, gekeimten Saaten, sowie Karottenfasern und Chiasamen. Außerdem ist die Backmischung komplett zuckerfrei – was man von vielen Fertigmischungen leider nicht behaupten kann. Vor Ort konnte man die frisch gebackene Pizza auch verkosten. Der Teig wird fluffig und schmeckt sehr lecker. Kein „Pappe“ Geschmack vom Buchweizen, kein trockener oder bröseliger Teig. Einziges Manko für diejenigen die es nicht vertragen: Es ist Hefe mit drin.

Zart schmelzende vegane Schokoladen

Endlich gibt es eine vegane weiße Schokolade mit Kokosblütenzucker – undzwar von iChoc. Mit der Caribbean Gold haben sie somit nun die dritte Schokolade in der EXPEDITION-Reihe herausgebracht, die übrigens alle mit Kokosblütenzucker gesüßt sind. Sehr lecker und zart im Schmelz mit einer tollen Karamellnote durch den Kokosblütenzucker.

Dank Makri gibt es auch eine vegane Schokolade mit Dattelsüße auf dem Markt. Aktuell gibt es sie in drei verschiedenen Sorten: Haselnuss 56% Kakao, Natur 59% Kakao und Dunkel 72% Kakao. Gekostet hatte ich die Schokolade bereits im letzten Herbst auf der veggie & frei von in Stuttgart. Die Schokoladen enthalten kein Lecithin und lassen sich auch zum Beispiel zum Backen sehr gut schmelzen.

Von nuraia gibt es gleich zwei Sorten vegane Schokolade mit Kokosblütenzucker. Zum einen Plaisir de CocoCaramel und zum anderen Goldstück, eine Variante mit den typischen Golden Milk Gewürzen – Kurkuma, Ingwer, Zimt, Pfeffer. Die Schokoladen haben einen schönen Schmelz und die Golden Milk Variante schmeckt durch die Gewürze noch etwas extravaganter.

Die vierte Schokolade die super lecker war – und eigentlich auch noch zusätzliche positive gesundheitliche Aspekte haben müsste (man darf es nur nicht sagen..) ist die neue Roh-Schokolade von Love Chock mit CBD-Öl. Cannabidiol – abgekürzt CBD – wird aus dem weiblichen Hanf gewonnen und ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid. Es macht also nicht high oder süchtig. In Deutschland darf CBD rezeptfrei als Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetik verkauft werden, allerdings nicht als Arzneimittel mit gesundheitsbezogenen Aussagen. 15mg davon sind in einer der 35g Mini-Tafeln von Love Chock enthalten. Medizinisch gesehen soll es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit wirken – man darf es eben nur nicht laut aussprechen in D.

Nach Schokolade kommt Power-Riegel

Die leckeren Power-Riegel von foodloose gibt es ja schon eine ganze Weile – aber es kommen immer wieder tolle neue Sorten dazu. In pink Erdnuss-Himbeer-Kakao-Meersalz und in gold (dem Erdnuss-Schoko-Aufstrich von foodloose nachempfunden) Erdnuss-Dattel-Ahornsirup-Kakao. Wenn ich unterwegs bin habe ich immer mal wieder einen der Riegel mit im Gepäck. Und da es mittlerweile neun verschiedene Sorten gibt wird’s auch nicht langweilig

Den tollen Brotaufstrich habe ich auch probiert und der wird demnächst ebenfalls in meinen Vorratsschrank wandern.

Neben Riegel und Aufstrich gibt es neu jetzt auch die Bio-Fruchtherzen. Sie bestehen zu 97,5% aus Früchten und kommen ohne zugesetzten Zucker aus. Es gibt aktuell zwei verschiedene Sorten der Fruchtgummis (Apfel/Mango und Apfel/Himbeere). Man tut während dem genießen auch noch was Gutes: 5% von jeder verkauften Packung gehen an Nestwärme e.V. Deutschland.

Sojasaucen ohne Soja

„Sojasauce ohne Soja, was soll das denn bitte sein?!“, werden sich einige fragen. Aber es geht tatsächlich. Beispielsweise Big Tree Farms, Tropicai und Wiener Würze haben sich das zur Aufgabe gemacht.

Die Würzsauce von Big Tree Farms wird hergestellt aus Kokosblütennektar, Wasser und balinesischem Meersalz.

Die genauen Zutaten bei Tropicai konnten mir leider nicht genannt werden, da es sich laut Aussagen am Stand erstmal um einen Prototypen handelt. Wahrscheinlich wird die Sauce aber auch auf Basis von Kokosblütennektar sein.

Die Wiener Würze wird hauptsächlich aus Lupinen und Hafer hergestellt. Aktuell handelt es sich leider nicht um glutenfreien Hafer ohne Kontamination – das Startup arbeitet aber auf Nachfrage daran und möchte in Zukunft auch eine glutenfrei zertifizierte Variante anbieten.

Alle drei Sorten waren im puren Geschmackstest schon mal ganz gut. Die Würzsauce von Big Tree Farms habe ich zum Testen einmal mitbekommen und werde euch berichten, wie sie sich im Salat und beim Kochen in verschiedenen Gerichten macht.

Glutenfreie Mehle und Pasta in allen Sorten

Auch verschiedenste Anbieter von glutenfreien Mehlen, Pasta, Couscous und sonstigen normalerweise glutenhaltigen Produkten gab es zu sehen.

Neben den klassischen glutenfreien Mehlen wird mittlerweile alles vermahlen, was nicht niet und nagelfest ist. So gibt es z.B. Hanfmehl, grüne Erbsen Mehl, gelbe Erbsen Mehl, gerösteter Buchweizen Mehl, geröstetes Yuca Mehl und viele mehr. Interessant fand ich auch das Bananen Mehl von govinda, welches aus grünen Kochbananen hergestellt wird. Das muss ich demnächst noch testen und werde berichten wie es sich beim Backen macht.

ALB-GOLD hat mittlerweile z.B. sechs verschiedene Pasta-Sorten in seiner glutenfreien fit’n’free Linie. Unter anderem mit dabei sind neben Klassikern wie Buchweizen und Kichererbse auch Linse + Kastanie und Sorghum + Erbse. Die Sorte Sorghum + Erbse habe ich bereits getestet und kann sie auf jeden Fall empfehlen. Die Pasta behält beim Kochen ihre Form, hat keinen eigenartigen Geschmack und quietscht und knirscht nicht seltsam in den Zähnen, wie man es von einigen glutenfreien Sorten kennt.

Fermentierte Lebensmittel ohne Zusätze

Besonders gut hat mir auch das roh fermentierte Bio-Gemüse von completeorganics gefallen. Wie zu guten alten Zeiten bei Oma machen sich Kohl, Beete, Kimchi & Co wunderbar in den schönen 300g Gläsern und schmecken wirklich köstlich. Nicht tot pasteurisiert und haltbar gemacht – sondern voll mit Vitaminen und wertvollen, lebendigen Mikrobakterien. Wer seinen Darmbakterien etwas mikrobiotisches Leben komplett ohne Zusätze bieten möchte, sollte sich ab und an mal ein Gläschen gönnen. Sechs verschiedene Sorten gibt es aktuell schon. Die netten Jungs sitzen im übrigen gleich ums Eck in der Ickstattstraße hier in München.

Neuer Lieblingsjoghurt

Hin und weg war ich von dem Kokosjoghurt von Abbot Kinney’s. Der Joghurt ist sicher auch was für alle, die nicht zu den super Kokos-Fans gehören. Mich zum Beispiel. Kokos finde ich ganz ok, aber wenn der Geschmack zu arg durchkommt mag ich das gar nicht. Dieser Joghurt aber ist sehr dezent was den Kokosgeschmack betrifft und er ist mega cremig und hat eine geniale Konsistenz. Neben der Sorte Natur gibt es außerdem noch Mango, Himbeere und Blaubeer+Banane. Ab sofort mein Lieblingsjoghurt – sobald ich ihn irgendwo im Laden finde… Eine Zeit lang gab es zumindest das Eis bei mir um die Ecke im denn’s, scheinbar wurde das aber ausgelistet. Ich werd’s herausfinden, notfalls muss ich mir wohl ne Palette voll aus Holland importieren lassen.

Ökologische Verpackungen und Zero Waste

Aufgefallen sind auch die verschiedenen Anbieter mit allerlei ökologischem Verpackungsmaterial. Ob das die Tree Free Boxen von greenbox sind oder aber das kompostierbare Klebeband von Compostella. Außerdem gibt es allerlei Plastic Free Verpackungen für Müsli & Co aus biologisch abbaubaren Materialien.

Die Tree Free Boxen für Food To Go von greenbox werden aus Zuckerrohr- oder Bambusfasern hergestellt und sind zu 100% biologisch abbaubar. Das Klebeband von Compostella besteht aus Cellulose und Naturkautschuk und zersetzt sich auf Nachfrage unter warmen Bedingungen und die Zufuhr von Wasser innerhalb von 4-6 Wochen auf dem Kompost.

Außerdem gibt es immer mehr Gadgets die einem den Zero Waste Alltag erleichtern sollen. Statt Frischhalte- und Alufolie gibt es allerlei Bienenwachstücher, statt Plastiktüte Bio-Baumwolltaschen und -netze. Eines meiner Non-Food-Highlights der Messe sind die Food Huggers. Diese kann man entweder für angeschnittenes Obst oder Gemüse verwenden, oder aber einfach z.B. auf den offenen Joghurtbecher stülpen. Die Food Huggers sind aus Silikon und es gibt sie in verschiedenen Größen, sogar extra in Avocado-Form.

Auch Glasbin war dieses Jahr als Aussteller auf der BIOFACH. Glasbin ist ein Lebensmittelspender aus nachhaltigen Materialien, in dem verschiedene Lebensmittel wie Cerealien, Nudeln oder Reis aufbewahrt werden können. Der Spender wurde von den OHNE Gründern selbst entwickelt und wird auch in ihren beiden verpackungsfreien Läden in München (Rosenheimer Straße und Schellingstraße) verwendet.

Blogger Frühstück auf der BIOFACH

Am Freitag durfte ich dann noch am Blogger Frühstück der BioFach teilnehmen, bei dem man sich mit Bloggern der Food und Beauty Szene austauschen konnte. Das Frühstück fand abseits des Messetrubels im 3. Stock am Eingang Ost statt. Es gab beim Frühstücksbuffet auch einige vegane und ganz wenige glutenfreie Alternativen – allerdings meiner Meinung nach auf jeden Fall noch ausbaufähig. Kennen gelernt habe ich unter anderem die Mädels von Epi-Food, Arne von The Vegetarian Diaries und Sunny von Bio Beautywelt. Fürs nächste Jahr wäre vielleicht eine kleine Vorstellungsrunde interessant, denn es waren sicher 30-40 Blogger gemischt aus Beauty und Food vor Ort und in der kurzen Zeit hat man leider nur mit wenigen sprechen können. Und da es ja soooo viel auf der Messe zu sehen gibt hat man leider nicht den ganzen Tag Zeit zum Frühstücken =)

Hui, das ist aber ein langer Beitrag geworden. Jetzt reicht’s dann auch :D Auf jeden Fall war es wieder einmal eine sehr schöne Messe mit vielen interessanten Neuheiten und Anbietern. Leider sind auch zwei Tage viel zu kurz um wirklich ALLES einmal zu sehen und mit den Anbietern auch ausführlichere Gespräche zu ihren Produkten, deren Zutaten und Herkunft führen zu können – im nächsten Jahr werde ich wahrscheinlich einen weiteren Tag in Nürnberg einplanen. ;)

Habt noch eine schöne Woche!!

Eure intolerante Isi

Ich bin Die intolerante Isi. Ihr findet mich auch auf Facebook, Instagram, Pinterest und Twitter.

isi@die-intolerante-isi.de

Kommentare: 2

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    Sabine

    28. April 2019

    Seit wann ist Silikon ökologisch? Wird doch auch aus Erdöl gewonnen!
    Ansonsten toller Beitrag :)
    LG
    Sabine

    • Avatar
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      Isi

      28. April 2019

      Hallo Sabine,

      danke für deinen Kommentar. Generell hast du recht, aber immerhin sind die Food Huggers wiederverwendbar – im Gegensatz zu Alu- und Frischhaltefolie, die sonst meist für sowas verwendet werden und nach einmaliger Benutzung im Müll landen. Perfekt ist es nicht, aber meiner Meinung nach doch eine kleine Verbesserung.

      Liebe Grüße
      Isi

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